Galleria Umberto I
Eine imposante Einkaufspassage aus Glas und Eisen von 1887, erbaut als neapolitanisches Gegenstück zu Mailands Galleria Vittorio Emanuele — kostenlos zu durchqueren, und deutlich weniger überlaufen als ihre Pendants anderswo in Italien.
Zwischen 1887 und 1890 als Herzstück eines großen Sanierungsprojekts errichtet, ersetzte die Galleria Umberto I ein Gewirr verfallender Gassen durch eine kreuzförmige Passage unter einer 18 Meter hohen Kuppel aus Glas und Eisen — eine direkte architektonische Verwandte der berühmteren Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand.
Der Boden trägt noch immer die ursprünglichen Tierkreiszeichen und ein Kompassrosen-Mosaik, und das historische Café Salone Margherita im Inneren beherbergte einst die Varieté-Shows der neapolitanischen Belle Époque; heute ist es eine echte, gemischt genutzte Passage mit Geschäften, Cafés und Büros, kein Museumsstück hinter Glas.
Sie liegt direkt gegenüber dem Opernhaus Teatro San Carlo und einen Block von der Piazza del Plebiscito entfernt, bleibt aber merklich ruhiger als das Gedränge draußen — viele Besucher werfen nur einen Blick durch den Eingangsbogen und gehen weiter.
Warum es ein Geheimtipp ist
Ihre Pracht steht wirklich auf einer Stufe mit weit stärker besuchten europäischen Einkaufsgalerien, doch sie wird eher als Abkürzung zwischen zwei bekannteren Wahrzeichen wahrgenommen denn als eigenständiges Ziel, sodass die meisten Menschen einfach hindurchgehen, ohne nach oben zu schauen.
Anfahrt
Die Haupteingänge liegen an der Via San Carlo (gegenüber dem Teatro San Carlo) und der Via Toledo, kurzer Fußweg von der Piazza del Plebiscito entfernt.