Die Snickelways von York
Ein Netz enger mittelalterlicher Gassen, die sich durch Yorks Stadtmauern ziehen, mit skurrilen Namen wie Whip-Ma-Whop-Ma-Gate und Mad Alice Lane — kostenlos zu erkunden, zu jeder Stunde, Tag und Nacht.
Das Wort 'Snickelway' gab es bis 1983 nicht, als der ortsansässige Autor Mark W. Jones es für seinen handillustrierten Wanderführer prägte — eine Wortschöpfung aus den Yorkshire-Dialektbegriffen 'snicket' (ein Durchgang zwischen Mauern oder Zäunen), 'ginnel' (ein schmaler Durchgang zwischen Gebäuden) und 'alleyway' (Gasse). Seine ursprüngliche Route verband 50 dieser Durchgänge innerhalb der Stadtmauern.
Viele der Gassen folgen den Wegen, die mittelalterliche Stadtbewohner zwischen Wohnhäusern, Märkten und Kirchen einschlugen, und mehrere tragen noch heute die skurrilen, sprechenden Namen, die ihnen über Jahrhunderte hinweg gegeben wurden — darunter Whip-Ma-Whop-Ma-Gate, Mad Alice Lane und Nether Hornpot Lane.
Anders als ein einzelnes Monument sind die Snickelways schlicht eine alternative Art, sich durch den historischen Kern zu bewegen — ruhiger, enger und deutlich altertümlicher wirkend als Yorks Haupteinkaufsstraßen, obwohl sie oft nur wenige Schritte entfernt parallel dazu verlaufen.
Warum es ein Geheimtipp ist
Die meisten Besucher bleiben auf den Shambles und den Hauptrouten zwischen Minster und Stadtmauern, sodass diese schmaleren Verbindungsgassen — obwohl sie den gesamten historischen Kern durchziehen — weitgehend unbemerkt bleiben, wenn man nicht gezielt nach ihnen sucht.
Anfahrt
Die klassische, selbstgeführte Route beginnt am Bootham Bar, einem der mittelalterlichen Stadttore Yorks an der High Petergate, nahe dem York Minster.