Das Schlüsselloch auf dem Aventin
Blicken Sie durch ein Gartentor und sehen Sie die Kuppel des Petersdoms perfekt von einer geschnittenen Hecke gerahmt — ein 260 Jahre alter optischer Trick.
Oben auf dem Aventin verbirgt eine schlichte grüne Tür am Eingang der Villa des Malteserordens einen der meistfotografierten Ausblicke Roms. Blickt man durch ihr Schlüsselloch, erscheint die Kuppel des Petersdoms perfekt zentriert, gerahmt von einem Tunnel aus geschnittenem Lorbeer.
Die Ausrichtung wurde 1765 von dem Kupferstecher Giovanni Battista Piranesi entworfen. Die Hecke wurde bewusst so geformt, dass die Kuppel größer und näher wirkt, als sie tatsächlich ist — fast anderthalb Kilometer entfernt. Was man sieht, ist also eine 250 Jahre alte Inszenierung, kein glücklicher Zufall.
Es ist zudem einer der wenigen Orte der Welt, an dem eine einzige Sichtachse drei souveräne Territorien durchquert: Man steht in Italien, blickt durch ein Grundstück des Souveränen Malteserordens und sieht in der Ferne den Vatikanstaat.
Warum es ein Geheimtipp ist
Der Ort liegt an einem ruhigen Wohnplatz ohne jede Beschilderung, sodass die meisten Besucher nie davon erfahren — obwohl er nur fünf Gehminuten vom Circus Maximus entfernt liegt.
Anfahrt
Gehen Sie die Via di Santa Sabina hinauf bis zur Piazza dei Cavalieri di Malta. Das Schlüsselloch befindet sich in der grünen Tür direkt vor Ihnen, wenn Sie den Platz betreten.