Templo de Debod
Ein echter, 2200 Jahre alter ägyptischer Tempel, den Ägypten Spanien 1968 schenkte, auf einem Hügel gelegen mit einem der schönsten Sonnenuntergangsblicke über Madrid.
Um 200 v. Chr. in Debod, nahe dem antiken Assuan, erbaut, wurde dieser Sandsteintempel Stein für Stein abgetragen und 1968 von Ägypten aus Dankbarkeit für die spanische Hilfe beim Schutz der durch den Assuan-Staudamm bedrohten Monumente an Spanien verschenkt. Er wurde exakt so, wie er stand, im Madrider Parque del Oeste wiederaufgebaut.
Die meisten Besucher fotografieren ihn aus der Ferne und ziehen weiter, ohne zu merken, dass die Portiken, das Spiegelbecken und die umliegende Esplanade jederzeit frei zugänglich sind, um direkt heranzutreten und ihn zu umrunden — ohne dass jemand ein Ticket verlangt.
Bei Sonnenuntergang zieht die Silhouette des Tempels vor dem Himmel — und sein Spiegelbild im Becken — Einheimische mit einem ganz anderen Rhythmus an als die Museumsschlangen wenige Kilometer weiter: Man bringt ein Getränk mit, setzt sich ins Gras und beobachtet, wie sich der Himmel über den Tempelsteinen verfärbt.
Warum es ein Geheimtipp ist
Sein Ruf als Fotospot verdeckt die Tatsache, dass es sich um ein echtes, frei begehbares antikes Monument handelt, das man umrunden kann — die meisten behandeln es als Parkkulisse, ohne zu erkennen, was es wirklich ist.
Anfahrt
Er liegt im Parque del Oeste am westlichen Ende der Calle de Ferraz, 10 Gehminuten vom Königspalast entfernt oder eine kurze Fahrt zur Metrostation Plaza de España.